Lüftungssysteme für jedes Haus

Das Grundprinzip einer modernen Komfortlüftung sieht eine bedarfsgerechte und witterungsunabhängige Frischluftversorgung Ihres Eigenheimes oder Ihrer Wohnung vor. Gleichzeitig wird die gleiche Menge an verbrauchter Raumluft (= Abluft) vor der Abführung aus dem Haus zur Temperierung der zugeführten Frischluft (=Zuluft) verwendet. Die zwei Hauptbestandteile einer Komfortlüftung sind das Lüftungsgerät und das Luftleitungssystem. Optional und nach Ihren Ansprüchen können auch Zusatzkomponenten zum Einsatz kommen.

Die Integration einer Komfortlüftung lässt sich sowohl im Neubau als auch in bestehenden Häusern oder Wohnungen realisieren. Für die Einplanung der Anlage sind nachfolgende Punkte zu berücksichtigen.

Der richtige Platz für das Lüftungsgerät

Zunächst muss geklärt werden, wo das Lüftungsgerät platziert werden kann. Bevorzugt werden sollten Räume, die frostfrei, einfach zugänglich und nicht unmittelbar an Schlafräume angrenzen. Falls kein eigener Keller- oder Technikraum zur Verfügung steht, können besonders leise Geräte durchaus auch im Wirtschaftsraum, Abstellraum, Garderobenbereich, in der Küche oder im Bad integriert werden. Die Geräteanordnung sollte dabei möglichst nahe an den Außenwanddurchführungen gewählt werden, um gedämmte Luftleitungen kurz zu halten. Die von den Herstellern des Verbandes KLA angebotenen Geräte können stehend, wand- oder deckenhängend integriert werden.

Die Wahl des passenden Luftleitungssystems

Für die Verteilung der Zuluft und Sammlung der Abluft bieten sich mehrere Rohrleitungssysteme, -materialien und Integrationsmöglichkeiten an. Die Wahl eines passenden Verteilkonzeptes richtet sich nach Baukonstruktion, Raumhöhen, Deckenaufbau und Grundrissgeometrie. Je früher in der Planungsphase bereits die Anforderungen der Komfortlüftung Berücksichtigung finden, desto einfacher und kostengünstiger kann die Anlage realisiert werden.

Variante A: Integration der Luftleitungen im Fußboden

Die Führung der Luftleitungen erfolgt unterhalb des Estrichs (Dämmebene, Fußbodenschüttung) oder auch im Kernbereich der Rohbetondecke. Bei dieser Variante können im Regelfall zwei Geschoße über die dazwischenliegende Ebene mit Zu- und Abluftleitungen versorgt werden. Die Zuluftauslässe können wahlweise im Boden, bodennah in Wänden (meist Außenwände) oder an der Decke angebracht werden. Für die Anordnung von deckennahen Ablufteinlässen im Obergeschoß werden die Rohrleitungen in den Wänden oder vor den Wänden (spätere Verkleidung mit Trockenbau-Vorsatzschalen) hochgeführt.

Variante B: Integration der Luftleitungen in der Decke

Diese Variante nutzt wie bei Variante A die Rohbetondecke oder den Fußbodenaufbau für die Integration der Luftleitungen, jedoch werden die Luftleitungen nur zur Versorgung der darunterliegenden Räume genutzt. Jedes Wohngeschoß nutzt damit die darüberliegende Decke als Verteilebene. In Ausnahmefällen werden die Leitungen auch auf die Rohdeckenuntersicht montiert, wodurch eine zusätzliche Deckenverkleidung erforderlich wird.

Variante C: Integration der Luftleitungen in abgehängter Decke

Hier werden die Luftleitungen unterhalb der Rohdecke meist nur im Bereich des Vorraums bzw. im Gangbereich montiert. In diesen Bereichen wird eine abgehängte Decke oder lediglich eine Verkleidung einzelner Rohrleitungen in Raumecken in Trockenbauweise ausgeführt. Die Durchlässe werden dabei im Regelfall im oberen Bereich der Innenwänden angebracht.

Der Integration von Komfortlüftungen ist damit kaum Grenzen gesetzt. Für Beratung, Konzeptionierung, Planung und Ausführung stehen Ihnen geschulte Fachpartner in Ihrer Nähe zur Verfügung. Nutzen Sie diese Möglichkeit frühzeitig, bevor Sie Ihr Projekt umsetzen!